
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. zeigt in seiner neuen Studie zum Thema „Erfolgspotenzial von E-Recruiting Maßnahmen“ auf, dass die Relevanz von E-Recruiting Aktivitäten im Personalmarketing deutscher Unternehmen auch in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich verhältnismäßig “vorsichtig” mit neuen Medien und deren Interaktionsmöglichkeiten umgehen. Hier besteht sicherlich noch Nachholbedarf.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Unternehmen in diesem Zusammenhang smarte Präsenzen in sozialen Netzwerken (XING, facebook, LinkedIn…) und die eigenen Unternehmenswebseiten für die Ansprache der zukünftigten Mitarbeiter/-innen bevorzugen. Neben der eigenen Internetpräsenz bevorzugen fast 90 Prozent der befragten Unternehmen zur Besetzung von freien Stellen persönliche Empfehlungen eines Bewerbers durch Kollegen und Geschäftspartner. Interessant ist dabei, dass sie bei bislang stark genutzten Businessnetzwerken und soziale Netzwerken eine Abnahme in der Nutzungsintensität erwarten.
Trotzdem messen 89 Prozent der Befragten Unternehmen dem E-Recruiting eine mittlere bis hohe Bedeutung zu. Insbesondere bei der Personalbeschaffung von festangestellten Fachkräften aus allen Bereichen. Während die Bedeutung im Bereich Auszubildende (56 Prozent), Praktikanten und Werksstudenten (67 Prozent) sowie Trainees und Volontären (77 Prozent) aktuell einen mittleren Bedeutungsgrad aufweist, hat E-Recruiting für Positionen im Top-Management eine niedrigere Bedeutung. Dennoch erwarten Unternehmen für die kommenden Jahre eine steigende Bedeutung von E-Recruiting bei der Anwerbung dieser Arbeitskräfte.
Schön ist zu lesen, dass der größte Zuwachs bei der Rekrutierung von Auszubildenden mit einem Plus von 26 Prozentpunkten zu verzeichnen ist. Eine Entwicklung, die wir sehr begrüßen, da im Bereich von Softwarelösungen wenige auf Nachwuchskräfte spezialisierte Produkte existieren. Hier besteht noch viel Potenzial – und viele Anknüpfungspunkte zu anderen Geschäftsmodellen im Web. Denn auch hier gilt (genauso wie bei persönlichen Empfehlungen) die Weisheit: Halte dich da auf, wo sich deine Zielgruppe befindet – und zwar in einer Sprache, die von deiner Zielgruppe verstanden wird. Wir sind gespannt, was sich Softwareanbieter und moderne Unternehmen zukünftig ausdenken werden…
Weitere Informationen und die detaillierten Umfrageergebnisse finden Sie unter www.bvdw.org.
Bildquelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.
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